Vereinigung Genfer Privatbankiers

La lettre

Nr. 42 - Oktober 2012

Wirtschaftliche und steuerliche Attraktivität: Genf am Scheideweg

Grégoire Bordier, Präsident der Vereinigung Genefer Privatbankiers

Nachdem es Genf gelungen ist, ungeachtet der jüngsten Finanzturbulenzen infolge der Verschärfung der europäischen Schuldenkrise eine bemerkenswerte wirtschaftliche Dynamik an den Tag zu legen, muss es sich heute zahlreichen Herausforderungen mit wesentlichen Konsequenzen für seinen Arbeitsmarkt und seinen Wohlstand stellen. In dieser « Lettre » werden die Herausforderungen in den Bereichen der Wirtschaft und der Steuern und ihre Auswirkungen auf den Finanzplatz, die multinationalen Unternehmen und die natürlichen Personen präsentiert.

 

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2011

    La lettre 41 - October 2011

    Die Abgeltungssteuer oder wie Steuerkonformität und Schutz der finanziellen Privatsphäre vereinbar sind

    Michel Dérobert, Geschäftsführer der Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers

    Die Schweiz hat mit Deutschland und Grossbritannien vor kurzem zwei Abkommen im Hinblick auf die Einführung einer Abgeltungssteuer abgeschlossen. Diese Steuer soll grundsätzlich ab 2013 auf den bei Schweizer Banken hinterlegten Vermögen steuerpflichtiger Staatsbürger dieser beiden Länder erhoben werden. Die Vertragsabschlüsse stellen einen bedeutenden Schritt bei der Umsetzung der vom Bundesrat und Finanzplatz gewünschten Politik dar. Diese besteht darin, den Kunden von Schweizer Banken zu ermöglichen, ihre Steuerpflicht zu erfüllen, ohne auf den Schutz ihrer Privatsphäre zu verzichten.

     


    La lettre 40 - Juni 2011

    Regulierung: Muss der Finanzplatz neu gestaltet werden?

    Edouard Cuendet, Geschäftsführer der Vereinigung Genfer Privatbankiers

    Die Debatte über die Regulierung und die Überregulierung ist nicht neu und beschränkt sich auch nicht auf den Banken- und Finanzsektor. Zahlreiche Wirtschaftsbereiche sind bei uns in der Schweiz und in anderen Ländern in ein eng geschnürtes Korsett von Gesetzesbestimmungen eingebunden. Dies gilt beispielsweise für die Medizin und den Pharmabereich, aber auch für die Nahrungsmittelindustrie.

     

    Im Finanzsektor dient die Regulierung dazu, die Sparer und Anleger zu schützen, in der Medizin und in der Nahrungsmittelindustrie steht die Gesundheit der Patienten und Konsumenten im Mittelpunkt. Die Logik ist unumstösslich. Bei der Diskussion geht es daher weniger um das Prinzip des regulatorischen Rahmens, als um dessen Dichte und Umfang.


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